Gebratener Kürbis süß-sauer

„Trick or treat!“

Auch dieses Jahr stehen sie wieder vor meiner Tür, die kleinen Monster. Als echter Halloween-Fan bin ich natürlich vorbereitet. Wie ein Samurai mache ich mich mit meinem japanischen Küchenmesser über einen Kürbis her – und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Von meiner Fensterbank lacht eine fruchterregende Halloween-Fratze.

Auch in der Antike sind Kürbisse angesagt – allerdings weniger in dekorativer als viel mehr in kulinarischer Hinsicht: Gebratener Kürbis süß-sauer klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend [1].

Während die Römer mit nur einer Sorte, dem Flaschenkürbis vorlieb nehmen müssen, haben wir die Qual der Wahl. Ich verwende in meinem Rezept einen Hokkaido-Kürbis – der ist überall erhältlich und man erspart sich das lästige Schälen. In Scheiben geschnitten, von beiden Seiten in etwas Olivenöl angebraten und mit einer süß-sauren Sauce serviert, ist blitzschnell ein einfaches, aber sehr leckeres römisches Gericht gezaubert.

Mein römisches Rezept für gebratenen Kürbis süß-sauer eignet sich darum perfekt für einen schaurig-schönen Halloween Abend…


Zutaten:

½ kleiner Kürbis (z.B. Hokkaido)
4 EL Traubensaft
3 EL Weißweinessig
Kümmel
Raute[2]
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Zubereitung:

  1. Kürbis waschen, halbieren und die Kerne entfernen. In dünne Scheiben schneiden.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbisspalten von beiden Seiten goldbraun anbraten.
  3. In der Zwischenzeit Traubensaft und Essig in einem Topf erwärmen und mit den übrigen Zutaten abschmecken.
  4. Kürbisse abtropfen lassen und gemeinsam mit der Sauce auf einem Teller servieren.

Noch mehr römische Rezepte? Gibt’s hier:

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[1] Apicius, De re coquinaria, III, 4, 1.
[2] Getrocknete Weinraute ist im Supermarkt kaum zu bekommen, kann aber in vielen Apotheken bestellt werden.

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