Konkavelite – Kirschpudding mit karamellisiertem Zucker

Sie lachen mich förmlich an: Die frisch geernteten Kirschen im Supermarktregal. Jetzt im Juni sind sie so richtig süß und saftig. Dafür stehe ich dann nach Feierabend auch gerne mal zwanzig Minuten an der Kasse an. Ein bestimmtes Rezept dafür habe ich natürlich auch schon im Sinn.

Heute verschlägt es mich wieder ins finstere Mittelalter – das kulinarisch gesehen gar nicht so finster ist. Denn die mittelalterliche Küche hat sich mit Konkavelite etwas sehr Feines ausgedacht: Kirschpudding mit karamellisiertem Zucker. Wenn das keine Sünde wert ist?

Der karamellisierte Zucker hat es allerdings in sich – wie alles, was einfach klingt. Zum Glück kann man Zucker nur kiloweise kaufen – du hast also mindestens 15 Versuche, es wie ich genau falsch rum zu machen. Meine Wohnung riecht nach einer halben Stunde jedenfalls so wie ein Wald nach einem Buschbrand. Irgendwann komme ich dann aber doch noch hinter das Geheimnis: Den Zucker mit etwas Wasser vorsichtig und auf niedriger Stufe erhitzen. Dauert zwar länger, dafür steigt mir letztendlich doch noch der ersehnte Karamellduft in die Nase.

Tipp: Wenn es mit dem Karamellisieren so gar nicht klappt – oder es schnell gehen muss – kann man den Zucker auch einfach in Butter auflösen.


Zutaten:

350 g Kirschen
350 ml Mandelmilch
2-3 EL Reismehl
80 g Zucker
1 EL Schmalz (alternativ: Butter)
Wein
Salz

Zubereitung:

  1. Kirschen entsteinen, pürieren und die Kirschmasse anschließend durch ein Sieb streichen.
  2. In der Zwischenzeit Zucker in etwas Wasser in einem Topf vorsichtig erhitzen und karamellisieren lassen – ist die Platte zu heiß, verbrennt der Zucker schnell. Nicht umrühren.
  3. In der Zwischenzeit Kirschmasse mit Mandelmilch vermengen.
  4. Butter in einer Pfanne zerlassen, Reismehl und Wein einrühren und gemeinsam mit der Kirschmasse aufkochen lassen, bis die Masse zu einem Pudding stockt.
  5. Zum Schluss karamellisierten Zucker unter den Kirschpudding heben, Pudding abkühlen lassen und servieren.

Konkavelite ist nicht mein einziges mittelalterliches Rezept. Hier gibt’s noch mehr:

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